Autor: Annette /Lakotta Hrsg. v. Bruhns
ISBN-13: 9783421044877
Einband: Gebunden
Seiten: 304
Gewicht: 536 g
Sprache: Deutsch

Demenz; Was wir darüber wissen, wie wir damit leben. - Ein SPIEGEL-Buch ; Hrsg. v. Bruhns, Annette /Lakotta, Beate /Pieper, Dietmar; Deutsch; , mit Abbildungen, 14 schw.-w. Abb. -

Demenz

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Das große Thema der alternden Gesellschaft
Immer mehr Menschen leiden in unserer alternden Gesellschaft an Demenz, der unaufhaltsamen Reise ins Vergessen. Doch Demenzerkrankungen wie Alzheimer sind nach wie vor tabubesetzt. In einem Band, der sich dem Thema auf vielfältige Weise nähert, schildern Betroffene, wie es ihnen mit dem allmählichen Verlust der vertrauten Welt ergeht, und Angehörige, wie schwierig und aufreibend das Leben mit Demenzkranken ist. Die Autoren berichten über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und schildern fantasievolle Ideen und Maßnahmen aus dem Pflegealltag, um das Leben für die Betroffenen erträglicher zu gestalten.
Ein wichtiges Buch, das von Trauer, Scham und Angst, aber auch von Optimismus und erfreulichen Überraschungen erzählt und überdies viele nützliche Informationen und Tipps bietet.

»Die Autoren berichten über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und schildern fantasievolle Ideen und Maßnahmen aus dem Pflegealltag, um das Leben für die Betroffenen erträglicher zu gestalten.«
Annette Bruhns, geboren 1966, ist seit 1995 Politikredakteurin beim Spiegel. Zuvor arbeitete sie beim Greenpeace Magazin. 1985 lebte sie als Unesco-Stipendiatin in einem brasilianischen Kloster, das sich der Theologie der Befreiung angeschlossen hatte.
Beate Lakotta, geboren 1965, ist Redakteurin im Wissenschaftsressort des SPIEGEL. Für ihre 2003 im SPIEGEL - zusammen mit Walter Schels - veröffentlichte Reportage 'Noch mal leben vor dem Tod' wurde sie mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet.
Dietmar Pieper, geb. 1963, arbeitet seit 1989 beim SPIEGEL, von 2001-08 als einer der Leiter des Ressorts Deutsche Politik in Hamburg, seitdem verantwortet er die Heftreihen SPIEGEL GESCHICHTE und SPIEGEL WISSEN.
Vorwort
Es sind große und furchteinflößende Zahlen, die das Thema Demenz beleuchten wie der Blitz den Gewitterhimmel. Fünf Millionen Menschen in Deutschland haben ein Familienmitglied, das an Alzheimer erkrankt ist. 720 000 der 1,3 Millionen Patienten leben zu Hause. Die Sorge für die Kranken und ihre Angehörigen wird unsere alternde Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch intensiver beschäftigen als heute.
Aber mehr noch als auf die Zahlen haben wir als Herausgeber dieses Buchs auf die Menschen geschaut, die mit Demenz leben. Es war uns, das sei hier nicht verschwiegen, zu Anfang etwas bang: Würde in den Beiträgen und Interviews eine traurige Begebenheit auf die andere folgen? Oder würden wir doch auch Geschichten hören, die Mut machen und hoffnungsvoll stimmen? Es kam, und dies lässt sich in dem vorliegenden Band nachlesen, besser als befürchtet. Bei der Arbeit stießen wir auf immer neue Facetten unseres Themas, packend, überraschend - und gar nicht nur düster: Warum beispielsweise wird in vielen Demenz-Einrichtungen stundenlang gesungen? Warum sind manche Kranke erstaunlich gut aufgelegt? Und was kann man tun gegen den Verfall im eigenen Hirn?
Bei unseren Begegnungen mit Kranken und denen, die sich um sie kümmern, fanden wir Geschichten von Trauer, Scham und Angst, aber auch von Liebe und Optimismus in den Zeiten von Alzheimer. Betroffene und Angehörige, so viel ist sicher, werden emotional durchgeschüttelt wie vielleicht noch nie in ihrem Leben. Eine Demenz ist alles, aber nicht banal.
Es kann helfen, sich beizeiten mit der Krankheit zu beschäftigen. Man kann versuchen, sich mit den extremen Gefühlen vertraut zu machen, denen Erkrankte und ihre Familien ausgesetzt sind. Man kann ausloten, wie sich einer Demenz möglicherweise vorbeugen lässt oder was ihren Verlauf verlangsamt. Man kann sich einen Überblick über die juristischen Fragen verschaffen, die mit dem allmählichen Verlust der Persönlichkeit verbunden sind - von der Bankvollmacht bis zum Testament.
Jeden dieser Aspekte - und viele andere mehr - behandelt dieses Buch. Ausführlich kommen Betroffene und Angehörige zu Wort; so erzählt ein Mann, der bereits mit Ende Fünfzig an Alzheimer erkrankt ist: "Bei dieser Krankheit muss man vor nichts mehr Angst haben. Es kann einem ja nichts Schlimmeres mehr passieren. Sachen, vor denen ich früher Angst hatte, die mache ich jetzt ganz locker. Ich kann Reden halten oder auf der Bühne stehen und Theater spielen." In mehreren Beiträgen äußern sich auch führende Experten aus verschiedenen Fachrichtungen - aus der Gerontopsychiatrie, der Pflegewissenschaft oder der Hirnforschung. Die möglichen Ursachen von Alzheimer werden ebenso ausführlich beschrieben wie die höchst aufwendige und mühevolle Suche nach wirksamen Medikamenten. Weil es Heilung jetzt und in näherer Zukunft nicht gibt, ist es umso wichtiger, in Nachbarschaften und Kommunen das Zusammenleben so zu gestalten, dass Betroffene sich geborgen fühlen können.
Allerdings ist auch die beste Lektüre kein Ersatz für kompetente Beratung. Das gilt in besonderer Weise für die in diesem Buch abgedruckten Tests, die Ärzte als Hilfsmittel für die Diagnose verwenden: Gerade beim Hausgebrauch liefern die Ergebnisse nur Indizien, aber keine Beweise. Wer sich ernstlich sorgt, ob bei ihm selbst oder bei einem Angehörigen Anzeichen einer Demenz vorliegen, muss sich an einen erfahrenen Arzt wenden oder gleich eine der Gedächtnisambulanzen aufsuchen, die es an vielen deutschen Kliniken gibt. Was Patienten in einer Gedächtnisambulanz erwartet, auch das wird in einem der Beiträge auf den folgenden Seiten beschrieben.
Wir hoffen, dass Ihnen dieses Buch nützliche Informationen zu vielen Fragen rund um das Thema Demenz liefert; wir haben sie mit großer Sorgfalt zusammengetragen. Und wir hoffen auch, dass in den Beiträgen noch etwas anderes deutlich wird: Wer Betroffene pflegt oder Pflege benötigt, ist nicht allein, sonder

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»Die Autoren berichten über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und schildern fantasievolle Ideen und Maßnahmen aus dem Pflegealltag, um das Leben für die Betroffenen erträglicher zu gestalten.«

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Autor: Annette /Lakotta Hrsg. v. Bruhns
ISBN-13:: 9783421044877
ISBN: 9783421044877
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt GmbH
Gewicht: 536g
Seiten: 304
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Sonstiges