Autor: Carola Einhaus
ISBN-13: 9783412290054
Veröffentl: 01.04.2006
Einband: Buch
Seiten: 194
Gewicht: 461 g
Format: 242x162x19 mm
Sprache: Deutsch

Zwangssterilisation in Bonn (1933-1945)

20, Rechtsgeschichtliche Schriften
Die medizinischen Sachverständigen vor dem Erbgesundheitsgericht
 Buch
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Zur nationalsozialistischen Rassenideologie gehörte es, vermeintlich erbkranke Menschen an der Fortpflanzung zu hindern. Um ihre zwangsweise vorgenommene Sterilisation zu legitimieren, erließen die Machthaber am 1. Januar 1934 das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« und errichteten Erbgesundheitsgerichte. Vor diesen Gerichten übten medizinische Sachverständige großen Einfluss auf das Verfahren aus: Sie waren es häufig, die den »Erbkrankverdächtigen« anzeigten, seine Sterilisation beantragten und das Gutachten abgaben, das nach den »Erfahrungen der ärztlichen Wissenschaft« Auskunft darüber geben sollte, ob der »Erbkrankverdächtige« tatsächlich erbkrank war. Das Buch kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, dass die Gutachten der Bonner Sachverständigen keineswegs dem damaligen medizinischen Kenntnisstand entsprachen, sondern oberflächlich und tendenziös gehalten waren. Gleichwohl legte das Bonner Erbgesundheitsgericht die gutachtliche Diagnose der Sachverständigen in über 90 % der untersuchten 519 Fälle seinem Urteil zugrunde, ohne dass sich die Betroffenen dagegen erfolgreich zur Wehr setzen konnten.
Autor: Carola Einhaus
Carola Einhaus wurde mit vorliegender Studie an der Universität Bonn promoviert.

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Autor: Carola Einhaus
ISBN-13:: 9783412290054
ISBN: 341229005X
Erscheinungsjahr: 01.04.2006
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Gewicht: 461g
Seiten: 194
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 242x162x19 mm