Autor: Andrea Heuser
ISBN-13: 9783412205690
Veröffentl: 01.02.2011
Einband: Buch
Seiten: 396
Gewicht: 786 g
Format: 238x165x35 mm
Sprache: Deutsch

Vom Anderen zum Gegenüber

11, Reihe Jüdische Moderne
»Jüdischkeit« in der deutschen Gegenwartsliteratur
 Buch
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Nervös der Meridian oder: Im leeren Raum des Fiktiven?Jüdische Stimmen und deutsche Literatur
Einleitung
I. Das jüdische Gegenüber im deutsch-jüdischen Gespräch: Der Andere
I. 1. Identitätsdiskurse vor der Shoah
1.1. Der Andere . Blick-Theorien
1.2. Die andere Sprache . Ein Unterscheidungsmythos
Exkurs: Ohne in anderer Sprache zu sein? Isachar Falkensohn Behrs Gedichte eines polnischen Juden
1.3. Vom Fremden zum Anderen . Das Versprechen der Aufklärung
1.4. Der Andere . Literarisches Tauziehen
Exkurs: Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise
Eine Verständigungsfigur
I. 2. Die Zäsur der Shoah
2.1. Der Andere als Außenseiter. Opfer-Täter-Dichotomien (I)
2.2. Die negative deutsch-jüdische Symbiose
Exkurs: Die Walser-Bubis-Debatte. Ein gerichtsförmiger Diskurs
2.3. Der Andere als Gerücht. Opfer-Täter-Dichotomien (II)
I. 3. Stille Tage. Literarische Selbstvergewisserungen nach 1989
3.1. Forschungsstimmen: Bilder ohne Vorbilder? Der Andere und die neue deutsch-jüdische Literatur
3.2. Autorenstimmen: Der Andere und die Erfindung der Tradition. Jüdischkeit
3.3. Über Jüdischsein reden. Die Texte
II. Das Erbe. Jüdischkeit als Leerstelle
II. 1. 1945 Die mythische Stunde Null. Deutsche Diskurse
1.1. Die Nicht-Nichtjuden
1.1.1. Alfred Anderschs Efraim
1.1.2. Jean Amérys Über Zwang und Unmöglichkeit, Jude zu sein II. 2. 1945 Die Sprache ging hindurch, trotz allem. Jüdische Diskurse
2.1. Bezeugen, Entleeren
2.1.1. Paul Celans Todesfuge
2.1.2. Wolfgang Hildesheimers Tynset
II. 3. Im leeren Raum des Fiktiven. Der eingebildete Jude
3.1. Selbstzeugungsphantasien
3.1.1. Alain Finkielkrauts Der eingebildete Jude
3.1.2. Esther Dischereits Als mir mein Golem öffnete
II. 4. Die Struktur des Mythos . Zwischenresümée
III. Zusammenschlüsse. Jüdischkeit als Text
III. 1. 1989 Was kommt? Was bleibt?
1.1. Über Justierungsprozesse, literarische Geschichtskonstruktionen, Opfernarrative und: Jüdischkeit?
1.1.1. Ins-Gespräch-Treten? Die Literaturstreits
1.1.2. Der eigene Andere . Opfer-Täter-Dichotomien (III)
1.2. Deutsche Geschichte(n) als Belastungsgeschichte(n)
1.2.1.Ruth Klügers weiter leben
1.2.2. Bernhard Schlinks Die Beschneidung
III. 2. Geschichten eines Adjektivs. Jüdischkeit als Text
2. 1. Die Kindeskinder des Doppeladlers Robert Schindels Gebürtig
2.1.1. Die Anderen. Vielstimmigkeit
2.1.2. Wie gerät das Gedicht in den Text?
2.1.3. Welche Funktion kommt den Namen zu? Oder: Wo liegt Galizien?
2.1.4. Wien ist ein nachblutender Witz Zugehörigkeit
2. 2. Figuren der Unzugehörigkeit W. G. Sebalds Die Ausgewanderten
2.2.1. Heimatlosigkeit und Habe
2.2.2. To turn fiction into truth - Der erinnerte Autor
2.2.3. Das jüdische Gegenüber: Der Andere?
2.2.4. Untröstlichkeit ohne Trauer? Sebalds terra incognita
2. 3. Kain und Abels Erben Katharina Hackers Eine Art Liebe
2.3.1. Der Andere. Opfer-Täter-Dichotomie als Urtext
2.3.2. Weiter erzählen. Der erinnerte Autor
2.3.3. Auf dem Herzen. Fragmente einer Sprache der Liebe
2. 4. Zwischen dir und mir wächst tief das Paradies Barbara Honigmanns Alles, alles Liebe
2.4.1. Verbrieft. Fragmente einer Sprache der Liebe
2.4.2. Der Andere. Du und Ich als Urtext
2.4.2.1. Vom Gespräch zum Schweige-Riss
2.4.2.2. Vom Angesicht zum Schatten-Riss
2.4.3. Das Gesicht wieder finden
2. 5. Der Krieg wird nicht mehr erklärt, sondern fortgesetzt Maxim Billers Die Tochter
2.5.1. Verhaltenslehren der Kälte. Ehen in Wien und München
2.5.2. Der eigene Andere. OpferTäter-Figurationen
2.5.3. Die Tochter . Ein Vaterbuch
2.5.4. Der Plüschfrosch. Oder: Die Suche nach Erlösung
Jüdischkeit als Text. Im leeren Raum des Fiktiven?
Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang
Selbstvergewisserung basiert auf Unterscheidung, benötigt ein Gegenüber. Das Buch macht deutlich, dass es immer noch gilt, "Jüdischkeit" in Deutschland als eine mit positiven Inhalten besetzte jüdische Identität, nach der Shoah wieder neu zu (er)finden. Beispielhaft setzt die Autorin dafür Texte von Ruth Klüger, Bernhard Schlink, Robert Schindel, W. G. Sebald, Barbara Honigmann, Katharina Hacker und Maxim Biller miteinander in Bezug und macht auf diese Weise das literarische deutsch-jüdische Gespräch als Element der wechselseitigen Selbstvergewisserung, die Rezeption eines spannungsvollen Miteinander-Sprechens von Deutschen und Juden sichtbar.
Autor: Andrea Heuser
Andrea Heuser, geboren 1972 in Köln, lebt heute mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. 2008 promovierte sie mit einer Studie zur deutsch-jüdischen Literatur. Sie verfasst literarische Arbeiten im Bereich Lyrik, Prosa, Libretti und Musiktheater und ist bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

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Autor: Andrea Heuser
ISBN-13:: 9783412205690
ISBN: 3412205699
Erscheinungsjahr: 01.02.2011
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Gewicht: 786g
Seiten: 396
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 238x165x35 mm