Autor: Heike Johanna Mierau
ISBN-13: 9783412205515
Veröffentl: 01.07.2010
Einband: Buch
Seiten: 328
Gewicht: 732 g
Format: 240x164x32 mm
Sprache: Deutsch

Kaiser und Papst im Mittelalter

 Buch
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Gewaltenteilung als Prinzip
Politik im Spannungsverhältnis von Kaiser und Papst

Konstantin und Silvester: Staatliche Religionsaufsicht und spätere Fiktionalisierungen
Das byzantinische Kaisertum und die Ansprüche der Bischöfe von Rom
Das karolingische Kaisertum im Verbund mit den Päpsten
Das ottonische Kaisertum und die Dominanz über die Päpste
Das salische König- und Kaisertum im Streit mit Rom
Das stau_sche Kaisertum und der Versuch des Ausgleichs
Die Absetzung Friedrichs II.
Das Papsttum als Spitze von Reich und Christenheit?
Der Streit zwischen Ludwig dem Bayern und Johannes XXII
Neues Zusammenwirken in der Zeit Karls IV
Die beiden Gewalten unter Sigismund und Friedrich III
Die Reformation und die Lenkung von Papst und Kaiser

Kaiser und Papst im Mittelalter - eine bipolare Weltordnung
Die Rechtsgrundlagen
Die Zwei-Gewalten-Lehre in der politischen Theorie
Päpstliche Hierokratie gegen kaiserliche Weltlenkung
Die Symbolik der Bipolarität von Kaiser und Papst
Die Praxis der Bipolarität im Ritual
Handlungsbereiche bipolarer Lenkung

Die Einheit der westlichen Christenheit unter Kaiser und Papst

Anhang
Anmerkungen
Die Kaiser und Päpste in chronologischer Abfolge
Bildnachweise
Quellen- und Literaturverzeichnis
Register
Päpsten und Kaisern war nach mittelalterlicher Auffassung die Führung der Christenheit anvertraut. Die jeweiligen Kompetenzen und Einflussbereiche waren jedoch nicht unumstößlich festgeschrieben, sondern unterlagen den sich wandelnden realpolitischen Machtkonstellationen. Ohne ein fundiertes Wissen über diese weltliche und geistliche Führung kann das Mittelalter nicht verstanden und beurteilt werden. Die Autorin konturiert in ihrer Überblicksdarstellung das Machtgefüge zwischen den Kaisern und Päpsten des Mittelalters neu. Beide Gewalten trugen nicht unabhängig voneinander, sondern gemeinsam Verantwortung für die christliche Gesellschaft. Die Einheit des Römischen Reiches und der universalen Kirche unter doppelter Spitze basierte auf heilsgeschichtlichen Ideen aus der Zeit Konstantins des Großen und der byzantinischen Kaiser. Die Dopplung des Führungsanspruches führte allerdings immer wieder zu machtpolitischen Konflikten. Analysen zu den verfassungsrechtlichen Grundlagen, zur Zwei-Gewalten-Lehre sowie zu den Symbolen kaiserlicher und päpstlicher Macht und zu den Ritualen im wechselseitigen Umgang führen zur Neubewertung dieses Dualismus im Sinne einer positiven Gewaltenteilung, die eine wechselseitige Korrektur zum Wohle der christlichen Gesellschaft statt absoluter Herrschaft zum Ziel hatte.
Autor: Heike Johanna Mierau
Heike Johanna Mierau lehrt Mittelalterliche Geschichte mit den Schwerpunkten Kaiser- und Papstgeschichte sowie kirchliche Sozialgeschichte an der Universität Erlangen.

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Autor: Heike Johanna Mierau
ISBN-13:: 9783412205515
ISBN: 3412205516
Erscheinungsjahr: 01.07.2010
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Gewicht: 732g
Seiten: 328
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 240x164x32 mm, mit 20 s/w-Abbildungen auf 16 Tafeln