Autor: Christoph Rauen
ISBN-13: 9783110234657
Veröffentl: 16.11.2010
Einband: Buch
Seiten: 241
Gewicht: 488 g
Format: 235x163x20 mm
Sprache: Deutsch

Pop und Ironie

123, Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur
Popdiskurs und Popliteratur um 1980 und 2000
 Buch
Sofort lieferbar | * inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Exklusives Verkaufsrecht für: Gesamte Welt.
1;Inhalt;62;1. Einleitung;8
3;2. Dreimal Ironie : Entpflichtung , Inversion, Relativierung;11
4;3. Normalisierte Abweichung: Massenboheme in den1960er/70er Jahren;20
5;4. Die "Sprache des Pop" um 1980: Lizenz zur Inhaltslosigkeit;41
6;5. Wege in die "Ironiefalle": Automatisierung und Entpolitisierung;78
7;6. "Ironic-Hell". Popliteratur um 2000;131
8;7. Fazit;222
9;Siglenverzeichnis;230
10;Literaturverzeichnis;231
11;Namensregister;245
"Vortäuschen, verstecken, Unsinn erzählen" - Pop beruht wesentlich auf Ironie als einer Form deklarierter Verstellung. Das gilt für die Popliteratur um 2000 wie für den theoretisch ambitionierten Musikjournalismus um 1980. Doch in den dazwischen liegenden Jahrzehnten haben sich die gesellschaftlichen und diskursiven Kontexte des Pop-Programms deutlich gewandelt. Waren die spielerischen Inversionen der Popmusikjournalisten noch in emanzipatorische Konzepte von 'Gegenkultur' eingebettet, so verblasst dieser sinngebende Rahmen nicht erst seit dem Ende des Kalten Krieges. Damit rücken nicht nur problematische Züge einer unbegrenzten 'Ironisierung' des Weltverhältnisses in den Vordergrund, auch die strukturellen Grundlagen der Distinktionsverfahren des Pop werden klarer erkennbar: Das dynamische Wechselverhältnis zwischen avancierten Teilkulturen und anpassungswilliger 'Mehrheitskultur' sorgt für ständige Entwertung exzentrischer Positionen und motiviert so die Suche nach neuen Ausdrucks- und Abgrenzungsmitteln. Auch die postmoderne Ironieästhetik ist nicht gegen Popularisierung und Banalisierung gefeit. Was aber tun, wenn keine Alternativen greifbar scheinen? Im Mittelpunkt der Studie stehen Antworten, die Texte von Diedrich Diederichsen, Rainald Goetz, Christian Kracht und anderen auf diese Frage geben.
Autor: Christoph Rauen
Christoph Rauen, geb. 1975, 1995-2001 Studium der Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaft an der LMU München, 2007 Promotion mit einer Arbeit zur Gegenwartsliteratur. Seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel. Forschungsschwerpunkte: Literatur der Goethezeit, Literaturtheorie, Populärkultur

Zu diesem Artikel ist noch keine Rezension vorhanden.
Helfen sie anderen Besuchern und verfassen Sie selbst eine Rezension.

 

Rezensionen

Autor: Christoph Rauen
ISBN-13:: 9783110234657
ISBN: 3110234653
Erscheinungsjahr: 16.11.2010
Verlag: Gruyter, Walter de GmbH
Gewicht: 488g
Seiten: 241
Sprache: Deutsch
Altersempfehlung: 22 - 22 Jahre
Sonstiges: Buch, 235x163x20 mm