Autor: Hartmut Böhme
ISBN-13: 9783110228212
Veröffentl: 15.06.2010
Einband: Buch
Seiten: 354
Gewicht: 755 g
Format: 251x181x28 mm
Sprache: Deutsch,Englisch

Transformationen antiker Wissenschaften

15, Transformationen der Antike
 Buch
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Die Antike und ihre Rezeption wurden bisher weitgehend in den Grenzen von Fachdisziplinen erforscht. In der Reihe Transformationen der Antike steht dagegen die interdisziplinäre Kontextualisierung der produktiven Transformationen antiker Wissenschaften und Künste im Vordergrund. Dargestellt wird der langwellige, von der Spätantike bis zur Moderne reichende Prozess der Herausbildung des Wissenschaftssystems der Kunstgattungen und der kulturellen Selbstkonstruktion der europäischen Gesellschaften. Die Reihe geht hervor aus dem Sonderforschungsbereich "Transformationen der Antike" und dem "August Boeckh-Antikezentrum" an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Projekte untersuchen Transformationsprozesse insbesondere auf drei Ebenen: die konstitutiven Funktionen der Antike bei der Ausbildung der europäischen Wissenschaftsgesellschaft und ihrer Disziplinen; die Rolle der Antike bei der Entstehung mittelalterlicher, neuzeitlicher und moderner kultureller Identitäten; sowie die künstlerischen, literarischen, übersetzerischen und medialen Formen von Rezeption und Transformation.
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In dem Band werden unterschiedliche Aspekte der Transformation der antiken Wissensformen jeweils am Beispiel verschiedener Wissensfelder behandelt. Die leitende Frage lautet, worin sich jeweils die Wissenschaftlichkeit des Wissens manifestiert, worin also die je eigenen Merkmale und Kriterien der Wissenschaftlichkeit unterschiedlicher Wissenschaften bestehen. Das Konzept der Transformation liefert dabei den Ausgangspunkt: Der Bezug zur Antike bildet nicht eine einseitige Rezeption eines über die Zeiten gleich bleibenden Gegenstandes, sondern stellt vielmehr eine zweistellige Relation der voneinander abhängigen Fremd- und Selbstkonstruktion dar. Wissenschaftsgeschichtlich bildeten sich einerseits die Maßstäbe der Wissenschaften vielfach über die Rezeption der antiken Wissensformen, andererseits führte umgekehrt die jeweilige Konstituierung einer Wissenschaft zu einer Transformation dieser Maßstäbe und damit auch zu einer unterschiedlichen Einschätzung der Wissenschaftlichkeit antiker Vorläufer. Weil in dem Prozess der Transformation Bedingungen erzeugt werden, die das Rezipierte selbst verändern, ergibt sich damit insgesamt ein komplexes transformationstheoretisches Verhältnis der doppelpoligen Beziehung.
Editiert von: Hartmut Böhme, Georg Toepfer
Georg Toepfer, geboren 1966, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und Philosophie der Biologie. Er studierte Biologie in Würzburg und Buenos Aires und promovierte in Philosophie an der Universität Hamburg. Georg Toepfer ist Leiter des Forschungsbereichs 'LebensWissen' am Berliner Zentrum für Literatur- und Kulturforschung.Hartmut Böhme, Prof. Dr., studierte Germanistik, Philosophie, Theologie und Pädagogik. Bis 2012 war er Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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Autor: Hartmut Böhme
ISBN-13:: 9783110228212
ISBN: 3110228211
Erscheinungsjahr: 15.06.2010
Verlag: Gruyter, Walter de GmbH
Gewicht: 755g
Seiten: 354
Sprache: Deutsch,Englisch
Altersempfehlung: 22 - 99 Jahre
Sonstiges: Buch, 251x181x28 mm, 13 Schwarz-Weiß- Abbildungen, 3 Schwarz-Weiß- Tabellen